Gerade die Bachblüten erscheinen dem Astromediziner für astrologische Zuordnungen sehr geeignet, zumal die Anzahl der Blütenmittel selbst für Laien sehr überschaubar ist. Aber auch hier gilt, wie so oft in der Astrologie: Tot capita tot sensus - Soviele Köpfe wie Meinungen. Die Anzahl der Veröffentlichungen zum Thema Bachblüten und Astrologie ist allerdings überschaubar:
Dr. Götz Blome: Mit Blüten heilen, Freiburg, o.J.
Peter Damian: Astrologie und Bachblütentherapie, Grafing, 1986
Harald Kinadeter: Bach-Blüten und Planetenkräfte, Freiburg, 1997
Dietmar Krämer: Neue Therapien mit Bach-Blüten 1, Interlaken, 1990
Peter Schlapp: Bachblüten & Astrologie, Freiburg, 1995
Marcia Starck: So heilt der Kosmos, Aitrang, 1991
Beim letztgenannten Werk liegt der Schwerpunkt nicht allein auf den
Bachblüten, sondern es kommen außerdem auch andere Themen zur
Sprache. Zudem gibt es von P.-J. Hensel aus Berlin ein Computerprogramm
names Astropol, welches ebenfalls die Bachblüten mit astrologischen
Konstellationen in Verbindung bringt.
Die hier im Repertorium vorgestellte Zuordnungstabelle resultiert aus
einer Verbindung der im AR - Astrologischen Repertorium genannten Symptome
mit den dazugehörigen Konstellationen. Es soll hier sowohl kurz auf
die Bedeutung der Blüten als auf die astrologische Zuordnung der Bachblüten
eingegangen werden.
Die Konstellation, die für das Bachblütenmittel angegeben
wurde, muss nicht exakt auf die homöopathische Alternative passen.
Es empfiehlt sich, in der astrologischen Arzneimittelübersicht die
genauen Entsprechungen nachzuschlagen.
Bachblütenmittel Konstellationen Homöopathie
Damit ergibt sich interessanterweise sogar eine gewisse Systematik, die bei der Zuordnung ursprünglich nicht intendiert war und somit auch für die Zuordnung spricht:
Was zunächst am deutlichsten ins Auge fällt ist, daß man verschiedene Bachblütenmittel zu Tierkreiszeichengruppen zusammenfassen kann, die aus je vier bzw. zwei Mitteln bestehen. Bei den ersten acht Zeichen von Widder (Mars) bis Skorpion (Pluto) finden sich je vier Blütenmittel, die außerdem in jeder Gruppe eine bestimmte Struktur aufweisen:
Die Konstellationen dieser Blüten lassen sich fast gesetzmäßig
dadurch bilden, indem man den Herrscher des jeweiligen Tierkreiszeichens
(z.B. Widder - Mars) der Reihe nach mit den Planeten Pluto, Saturn, Uranus
und Neptun verbindet. Im ersten Quadranten bei den Zeichen Widder bis Zwilling
geht diese Systematik ohne Ausnahmen glatt durch. Im zweiten Quadranten
von Krebs bis Jungfrau läßt sich diese Systematik ebenfalls
anwenden, allerdings nun mit jeweils einer Ausnahme bei den Tierkreiszeichen:
Die Pluto-Verbindung ist nicht rein gebildet, sondern stellt jeweils eine
Verbindung des jeweiligen Zeichenherrschers mit Pluto und Saturn dar.
Im dritten Quadranten bei den Zeichen Waage und Skorpion lassen sich
ebenfalls die Zweierverbindungen von Zeichenherrscher zu den „drei Weisen
aus dem Morgenland“ (Döbereiner), also zu Saturn, Uranus und Neptun
herstellen. Die jeweils vierte Verbindung, die die Plutoverbindung sein
müßte, bricht nun aus der Systematik aus. Jupiter bzw. Schütze
bleiben vakant, da hier keine Krankheitsentsprechungen in Verbindung mit
dem Schütze-Jupiter bekannt sind.
Der vierte Quadrant, den sich nun noch die sechs verbleibenden Mittel
teilen (8 * 4 = 32 Mittel), läßt sich in seiner Charakteristik
wie folgt beschreiben:
Im Steinbock sind die beiden großen SA/UR-Mittel Centaury und
Agrimony lokalisiert. SA/UR ist in vielen Fällen ein wichtiges Thema
für Steinböcke, da es hier um Konfliktbereitschaft, Ab-, Um-
und Aufbruch in neue Territorien und Lebensgewohnheiten geht. Beim Wassermann
sind zwei Mittel lokalisiert, die ebenfalls als Bestandteile des Rescue-Mittels
auftauchen, und damit als Schock- bzw. Panikmittel Star of Bethlehem und
Rock Rose die Unberechenbarkeit, den Sprung- und Notfallcharakter des Wassermanns
gut wiederspiegeln. Im Fisch finden wir dann zwei sehr hintergründige
und verborgene Mittel wieder: Clematis und Mustard. Während es bei
Clematis mehr darum geht, abzuschalten, so daß das Vordergründige
nicht wahrgenommen wird und man tagträumt, was vielleicht auch eine
Domäne des Fischs darstellt, so findet sich bei Mustard eher eine
gefühlsmäßig tiefe Depression.
Wenn hier eine Zuordnung der Bachblüten zu astrologischen Konstellationen
vorgenommen wird, so ist es sinnvoll, zumindest einmal kurz auf die wesentlichen
Essenzen der Bachblüten einzugehen, um auch die Konstellationen einmal
kurz inhaltlich erklärt und veranschaulicht zu haben. Dazu wird im
folgenden nun jede Blüte in der alphabetischen Reihenfolge mit ihrer
wesentlichen Thematik kurz erklärt und es werden auch typische „Blütenäußerungen“
erwähnt, die die Zuordnung kurz unterstreichen sollen.
1. Agrimony SA/UR:
ungenügende Konfliktbereitschaft
daher Klassenclown, macht Faxen, um Unvereinbares zu überspielen
„Um des lieben Friedens willen mache ich viele Kompromisse“
2. Aspen MA/UR/NE oder PL/NE:
unerklärliche, vage Ängstlichkeiten, Vorahnungen
„Mich überfällt plötzlich grundlose Angst“
hohe Sensitivität mit nervöser Beunruhigung
Neigung zu Kollektivängsten, Angst vor Spinnen und Schlangen
3. Beech CH/PL/SA:
überkritische, intolerante Haltung
wenig Mitgefühl, Einfühlungsvermögen
gutes Urteilsvermögen, lehrerhafte Ausdrucksweise, strenge
Gesichtszüge, gespannte Oberlippenpartie
Patient klagt über Empfindlichkeit des Magen-Darm-Trakts
4. Centaury MO/SA/UR:
man kann nicht „Nein“ sagen
Interesse für Esoterik
kein Widerspruch aufgrund mangelnder Konfliktbereitschaft
5. Cerato AO/NE:
man hat zu wenig Vertrauen in die eigene Meinung, fragt andere
ständig um Rat
großer Rededrang, betont modische Kleidung, stets auf aktuellem
Informationsstand, starke Autoritätengläubigkeit
6. Cherry Plum SO/PL/UR:
es fällt schwer, innerlich loszulassen
starke innere Spannung
„es fällt mir schwer, in der Meditation die Augen geschlossen
zu halten, wenn jemand anderes im Raum ist“
Suizidneigung
7. Chestnut Bud VE/SA:
man gerät immer in die gleichen Schwierigkeiten, weil man
Erfahrungen nicht wirklich verarbeitet
„Ich fahre jedesmal wieder an den gleichen Urlaubsort, obwohl
ich mir jedes Jahr schwöre: Das war das letzte Mal“
Aesculus hippocastanum homöopath: rheumatisch-gichtische
Konstitution, venöse Stase, Pfortaderaderstauung, Schleimhäute
dunkelrot mit hervortretenden Venen, schlimmer nach Schlaf, besser durch
ausgiebige Bewegung
8. Chicory VE/PL:
besitzergreifende Persönlichkeitshaltung (bewußt oder
unbewußt), die sich viel einmischt oder glaubt, manipulieren zu müssen
„Ich bin leicht gekränkt, wenn man meinen Rat nicht sofort
befolgt, schließlich will ich ja nur das Beste für alle.“
Frauen: Oft Typ der perfekten Mutter und Hausfrau, die alle Fäden
fest in der Hand hat
9. Clematis SA/NE:
man ist mit den Gedanken ganz woanders, zeigt wenig Aufmerksamkeit
für das, was um einen herumgeht - Tagträumer
„Was da gerade passiert, interessiert mich nicht, ich lebe in
meiner eigenen Welt.“
Patient klagt über: Ohnmachtsneigung, Seh- und Hörstörungen,
Neigung zu Mangeldurchblutung der Extremitäten
10. Crab Apple MO/UR:
„Ich habe häufig das Gefühl, mich innerlich oder äußerlich
von etwas reinigen zu müssen“; tritt auch auf nach langer Einnahme
von Antibiotika
Reinigungsblüte
starkes Reinigungsedürfnis (bis zum Waschzwang - dann häufig
mit Vine (ME/PL) kombiniert)
starkes Ekelgefühl des Patienten vor sich selbst, z.B. bei
Hautausschlägen, Schweißfüßen, Pickeln, Warzen, etc.
11. Elm MA/NE:
man hat das vorrübergehende Gefühl, seiner Aufgabe
oder Verantwortung nicht gewachsen zu sein
„Ich fühle mich meinem Beruf als Arzt zur Zeit nicht gewachsen
und möchte am liebsten die ganze Praxis an den Nagel hängen.
12. Gentian CH/SA:
skeptisch, zweifelnd, pessimistisch, leicht entmutigt
Patient stellt skeptische Zwischenfragen
Patient hat Schicksalsschlag erlitten, von dem er sich noch nicht
erholen konnte
13. Gorse CH/NE:
Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung
14. Heather SO/UR:
Egozentrik, Ichbezogenheit
15. Holly MA/PL:
Eifersucht, Mißtrauen, Jähzorn, Haß/Neidgefühle
Wut, Aggressionen
16. Honeysuckle MO/PL/SA:
Sehnsucht nach dem Vergangenen, Wehmutsgefühle
Patient kann sich schwer von etwas trennen: Wohnorte, Freunde,
einmal erlebte Gefühle, sentimentale Souvenirs
17. Hornbeam AO/UR:
mentale Erschöpfung des Gemüts
„Meine tägliche Arbeit ist mehr und mehr Routine“
„Wenn mich jemand aus der Routine herausreißt, bin ich
plötzlich hellwach“
einseitig konsumierend (zu viel lesen, zu viel fernsehen)
matte bis gelangweilte Ausstrahlung
Brennen um die Augen, Bindegewebsschwäche
18. Impatiens MA/SA:
ungeduldig, leicht gereizt, überschießende Reaktionen
aktiv und nervlich gespannt
Schaden und Verletzungen durch eigene Impulsivität
wirkungsvolles Mittel bei allen Arten von Schmerzen, die durch
Spannung verursacht sind, z.B. plötzliche Krämpfe, spastische,
krampfartige Zustände
19. Larch MO/NE:
Minderwertigkeitskomplexe
Mangel an Selbstvertrauen
ein Larch-Typ schrieb einmal: „Ich frage mich oft: Warum kann
ich nicht wie jener gewesen sein oder Dinge vollbracht haben, die er geleistet
hat ? Dies ist bei mir kein Neid, sondern eine Art wehmütiger
Sehnsucht.“
20. Mimulus ME/SA:
viele kleine Ängstlichkeiten
Angst vor ganz bestimmte Dingen
21. Mustard MO/UR/NE:
Perioden tiefer Traurigkeit kommen und gehen ohne erkennbare
Ursache
„Ich habe dann das Gefühl: Meine Seele trauert.“
22. Oak SO/SA:
niedergeschlagener und erschöpfter Kämpfer
„Andere finden, daß ich mir zuviel zumute.“
pflichttreue, zuverlässige Persönlichkeit
anamnestisch: nervöser Zusammenbruch oder Kollaps
23. Olive VE/UR:
man fühlt sich körperlich und seelisch ausgelaugt
und erschöpft: „Alles ist zuviel.“
Familienanamnese: Schwache nervliche und körperliche Konstitution
24. Pine SO/NE:
Schuldgefühle, bedrücktes Lebensgefühl
„Man kann in mir ein schlechtes Gewissen hervorrufen.“
„Ich habe das Gefühl mehr leisten zu müssen als andere,
um mir meine Existenzberechtigung auf Erden zu verdienen.“
Patienten sind oft in Berufen, in denen Opfer verlangt werden
(Krankenpfleger, Sozialarbeiter, Ärzte)
25. Red Chestnut MO/SA:
zu starke innere Verbundenheit mit einer nahestehenden Person
auf physischer oder geistiger Ebene
„Ich glaube, ich habe mich von meiner Mutter bis heute noch nicht
getrennt.“
Ehefrau: „Ich lebe das Leben meines Mannes seelisch so mit, als
wäre es mein eigenes.“
26. Rock Rose MO/SO/UR:
innere Panik, Terrorgefühle, extreme Angst
akute Angstzustände nach lebensbedrohlichen Ereignissen
„Ich erwache nachts schreiend aus einem Alptraum und das Herz
klopft mir bis zum Hals.“
schwaches Nervenkostüm, Patient mußte schon frühzeitig
Sedativa nehmen.
27. Rock Water PL/SA:
man ist zu hart gegen sich selbst, hat strenge oder starre Ansichten,
unterdrückt vitale Bedürfnisse
„Meine Freunde belächeln mich manchmal wegen meiner strengen
Lebensprinzipien und meiner Perfektionsbestrebungen“
Neigung zu Nackenverspannungen und Gelenksteifigkeit
geistige Starrheit
28. Scleranthus ME/UR:
man ist unschlüssig, sprunghaft, innerlich unausgeglichen.
Meinungen und Stimmungen wechseln von einem Moment zum anderen
„Ich bin gedanklich zwischen zwei Möglichkeiten hin und
hergerissen, möchte die Entscheidung aber allein finden.“
29. Star of Bethlehem UR/NE:
seelische oder körperliche Erschütterung noch nicht
verkraftet
Nachwirkungen eines körperlichen oder seelischen Schocks
„Ich habe etwas erlebt, was mich sehr schockiert hat und das
ich noch nicht verkraftet habe.“
30. Sweet Chestnut SO/PL/SA:
innere Auswegslosigkeit, man glaubt, die Grenze dessen, was ein
Mensch ertragen kann, sei nun erreicht
„Ich bin völlig verzweifelt, wie soll ich das noch durchhalten?“
31. Vervain PL/UR:
im Übereifer sich für eine Sache einzusetzen, treibt
man Raubbau an seinen Kräften, reizbar bis fanatisch
„Wenn ich von etwas begeistert bin, will ich auch andere davon
überzeugen, ob sie nun wollen oder nicht.“
Überanstrengung, Streß, innere Spannung
32. Vine ME/PL:
man will unbedingt seinen Willen durchsetzen, ehrgeizig, dominierend,
der kleine Tyrann
„Wenn es hart auf hart geht, habe ich mich noch immer durchgesetzt.“
„In schwierigen Situationen überläßt man mir
gern die Führung, weil ich als Einziger einen klaren Kopf behalte.“
33. Walnut MA/UR:
man läßt sich verunsichern, Beeinflußbarkeit
und Wankelmut während entscheidender Neubeginnphasen im Leben
„die Blüte, die den Durchbruch schafft“
„Innerlich ist die Entscheidung gefallen, aber irgendetwas hält
mich noch davon zurück, sie in die Tat umzusetzen.“
Patient steht kurz vor der Änderung seiner Lebensumstände
34. Water Violet CH/UR:
man zieht sich innerlich zurück, isoliertes Überlegenheitsgefühl
Aura des Besonderen und Elitären umgibt ihn, Typ „englische
Lady“ oder „Diplomat alter Schule“
Patient befindet sich in einer Lebenssituation, in der er Distanz
sucht, z.B. von einer Geschäftsbeziehung oder von einem Freundeskreis
Steifigkeit der Gelenke, Knieprobleme, Handekzem
35. White Chestnut AO/SA:
siehe auch unter Chestnut Bud bzw. Aesculus homöopathisch
bestimmte Gedanken kreisen unaufhörlich im Kopf, man wird
sie nicht wieder los. Innere Selbstgespräche und Dialoge
36. Wild Oat ME/NE:
man ist unklar in seinen Zielvorstellungen, innerlich unzufrieden,
weil man seine Lebensaufgabe nicht findet
„Ich sehe soviele Möglichkeiten vor mir, daß ich mich
für nichts entscheiden kann und mich innerlich zersplittere.“
Junggeselle: „Ich möchte mich innerlich nicht festlegen.“
37. Wild Rose VE/NE:
Aufgeben, Apathie, Resignation
der Patient ist total passiv, spricht nur zögernd mit matter,
monotoner Stimme
„Ich fühle mich immer matt und habe an nichts Freude.“
Patient wirkt bleich, als ob jede Energie abgeflossen wäre
38. Willow MA/AO/SA/UR:
man ist verbittert, grollt, fühlt sich als Opfer des Schicksals
„mir hat das Leben vieles vorenthalten, das finde ich ungerecht.“
„Das Schicksal hat mir übel mitgespielt, das macht mich
bitter.“
Zorn, Groll, Bitterkeit
Alle obigen Anmerkungen und Zitate sind aus:
Philip M. Chancellor: Das große Handbuch der Bachblüten
Mechthild Scheffer: Original Bachblütentherapie, Lehrbuch für
die Arzt- und Naturheilpraxis
Im Unterschied zu den vormalig im Repertorium genannten Zuordnungen,
haben sich diese neuen Zuordnungen, die zu 80 Prozent mit den alten Zuordnungen
übereinstimmen, in der Praxis anhand von vielen Fällen bewährt.
Das Procedere der Überprüfung verlief dergestalt, daß aus
einem Horoskop blind ohne persönliche Kenntnis des Patienten noch
seines Problems entsprechende Mittel anhand der vorliegenden Liste diagnostiziert
wurden. Dieses wurde dann von dem heilpraktischen Behandler der Patienten
in fast allen Fällen bestätigt, so daß von einer Trefferquote
von ca. 90 Prozent und höher ausgegangen werden kann, wenn anhand
der vorliegenden Liste ausgewählt wird.
Alle Mittel in dieser Liste können in der Zuordnungssicherheit
als dreiwertig angesehen werden, mit Ausnahme folgender Mittel:
1. Aspen (einwertig)
Hier besteht nach wie vor Unsicherheit, ob es sich um PL/NE handelt
oder nicht eher vielleicht doch um MA/UR/NE. PL/NE wurde in diesem Fall
für die Anpassung an die Struktur der Vierergruppen gewählt,
also um eine bessere Harmonie in der Systematik zu erhalten.
2. Elm (zweiwertig)
3. Mustard (zweiwertig)
4. Sweet Chestnut (zweiwertig)
Da sich Elm wie auch Sweet Chestnut gut in die Systematik einpassen,
könnte dies eine Bestätigung der Richtigkeit der Zuordnungen
sein.
Was die Zusammensetzung des Rescuemittels betrifft, so fällt auf,
daß Uranus in den Konstellationsbeschreibungen dreimal auftritt,
Saturn, Neptun und Sonne je zweimal, Mars, Mond und Pluto je einmal. Wiederum
spricht die starke Betonung der „drei Weisen“ Saturn, Uranus und Neptun
für den Notfallcharakter dieser Mittel, wobei ja auch insbesondere
Uranus heraussticht, der mit Unvorhersehbarkeit, Plötzlichkeit, Unfall,
etc. assoziiert wird.
Trotz der gegebenen Zuordnungstabelle soll aber ein Vergleich mit anderen
Zuordnungen nicht gescheut werden, um Denkanstöße, Fehlerkorrektur
und ein Blick über den eigenen Gartenzaun zuzulassen:
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Hinter den Zuordnungen von Hensel steckt ebenfalls ein theoretisches
System: Hensel verbindet die vier Planeten Pluto, Saturn, Uranus und Neptun
jeweils mit allen übrigen 11 Planeten. Daraus ergeben sich 11+10+9+8
= exakt 38 Kombinationsmöglichkeiten, was ja auch die genaue Zahl
der Bachblüten darstellt. Es werden allerdings dabei auch Jupiterverbindungen
einbezogen, die ich nicht als krankheitsbezüglich einstufen würde.
Außerdem hält Hensel starr an seinem theoretischen Schema ohne
Abweichungen fest, so daß möglicherweise auch Zuordnungen entstanden
sind, die um der Harmonie des Gesamtgefüges Folge zu leisten, wenig
oder gar nicht begreifbar werden.
Bei Marcia Starck ist keinerlei theoretische Grundlage erkennbar, wie
sie auch einzelne Blüten gar nicht zuordnet sondern einfach „vergessen“
hat, wie z.B. Cherry Plum, Olive, Wild Rose und Red Chestnut.
Peter Damian beschränkt sich auf die sogenannten 12 Heiler, die
Edward Bach selbst in seiner Veröffentlichung „Twelve Healers“ (Epsom,
1933, erschienen vermutlich im Naturopathic Journal) angibt und ordnet
diesen die entsprechenden Tierkreiszeichen zu, läßt aber die
übrigen 26 Blüten weg.
Dietmar Krämer bezieht sich in seinem Buch in Bezug auf die Verbindungen
von Astrologie und Bachblütentherapie hauptsächlich auf Peter
Damian, dessen System er kritisch geprüft und mit Abstrichen als teilweise
beachtenswert einstuft. Alleine nur auf der Grundlage der Astrologie die
Bachblüten nach dem System von Damian zu verschreiben, lehnt er allerdings
ab.
Götz Blome bringt in seinem Buch „Mit Blüten heilen“ einige
exzellente Beschreibungen der Charaktereigenschaften der
Tierkreiszeichen und läßt dabei auch die Zuordnung der Tierkreiszeichen
zu den jeweiligen Bachblütenmitteln einfließen. Allerdings „vergißt“
er ähnlich wie Starck einfach einige Bachblüten, die er keinem
Tierkreiszeichen zuordnet. Möglicherweise ist diese Zuordnung Blomes
nicht aus dem Bedürfnis enstanden, möglichst vollständig
alle Bachblüten zuzuordnen, als vielmehr als Anregung zu verstehen,
welches Tierkreiszeichen welche Bachblüten häufig benötigt,
zumal die Gliederung der Kapitel sich an den Tierkreiszeichen und nicht
an den Bachblüten orientiert. Deswegen kann dieser Versuch sicher
nicht für die astromedizinische Arbeit genügen, sondern sollte
vielleicht tatsächlich als Anregung verstanden werden.
Peter Schlapp dürfte wohl die umfangreichste Arbeit zum Thema
Bachblüten und Astrologie geschrieben haben. Die Zuordnungen in der
obigen Tabelle von Schlapp sind im Vergleich zu seinen eigentlichen Zuordnungen
etwas ungenau, wurden aber der Einfachheit und der Übersichtlichkeit
halber etwas gekürzt. Schlapp unterscheidet eigentlich, ob jeweils
drei Planetengruppen (Gruppe 1: Sonne, Mond, AC; Gruppe 2: Südlicher
Mondknoten; Gruppe 3: Transite von Saturn/Uranus/Neptun/Pluto) jeweils
eine Verbindung zum in der Liste angegebenen Tierkreiszeichen oder dem
entsprechenden Haus haben, wobei Widder dem ersten Haus entspricht, Stier
dem zweiten, etc. Ich habe in der Liste der Einfachheit halber diese 3
Gruppen zusammengefaßt und einfach nur die Tierkreiszeichen resp.
Häuser angegeben. Seltsamerweise hat Schlapp die Blüte Star of
Bethlehem astrologisch gar nicht, dagegen aber z.B. Vine gleich fünf
Tierkreiszeichen zugeordnet.
Als letzter in der Liste erscheint Rex Bills, der in seinem Buch „Rulerhip
Book“ auch Zuordnungen der verschiedenen Pflanzen zu Planeten oder Tierkreiszeichen
vorgenommen hat. Allerdings bezieht er sich dabei nicht ausdrücklich
auf Bachblüten sondern auf die botanische Gattung mit demselben Namen,
so daß ihm die Eigenarten der Bachblüten wohl nicht unbedingt
geläufig waren. Dieses Rulership Book wird in erster Linie in der
Stundenastrologie verwandt, um Zuordnungen vornehmen zu können.
Harald Kinadeter geht in seinem Buch „Bach-Blüten und Planetenkräfte“
einen grundsätzlich anderen Weg. Kinadeter ordnet nicht jeder Blüte
eine spezifische Einzelkonstellation zu oder bringt jede Blüte individuell
mit einem Tierkreiszeichenprinzip in Verbindung, sondern arbeitet mit den
sieben übergeordneten Hauptgruppen, in die Bach die 38 Blüten
eingeteilt hat. Kinadeter bringt jede dieser Gruppen mit einem der klassischen,
sieben Planeten in Verbindung. Die Gruppen und die dazugehörigen Planeten
bzw. Mittel sind folgende:
1. Für jene, die Angst haben (Kinadeter: Saturn)
(Rock Rose, Mimulus, Cherry Plum, Aspen, Red Chestnut)
2. Für jene, die an Unsicherheit leiden (Kinadeter: Mond)
(Cerato, Scleranthus, Gentian, Gorse, Hornbeam, Wild Oat)
3. Für jene, die nicht genügend Interesse an ihrer Gegenwartssituation
haben (Kinadeter: Merkur)
(Clematis, Honeysuckle, Wild Rose, Olive, White Chestnut, Mustard,
Chestnut Bud)
4. Für jene, die einsam sind (Kinadeter: Venus)
(Water Violet, Impatiens, Heather)
5. Für jene, die überempfindlich gegenüber Einflüssen
und Ideen sind (Kinadeter: Sonne)
(Agrimony, Centaury, Walnut, Holly)
6. Für jene, die mutlos und verzweifelt sind (Kinadeter: Mars)
(Larch, Pine, Elm, Sweet Chestnut, Star of Bethlehem, Willow, Oak,
Crab Apple)
7. Für jene, die um das Wohl anderer allzu besorgt sind (Kinadeter:
Jupiter)
(Chicory, Vervain, Vine, Beech, Rock Water)
Geht man hin und macht sich die Mühe, Gemeinsamkeiten aus der vorliegenden Zuordnungstabelle der sieben Autoren zu extrahieren, so ergibt sich folgendes Bild, wenn man wiederum der Einfachheit halber Planeten und Tierkreiszeichen gleichsetzt und nur solche Prinzipien notiert, die mindestens dreimal in der Tabelle bei jeweils einer Bachblüte erscheinen:
Bachblütenmittel Konstellationen alle Autoren insg.
Ein sehr interessanter Vergleich, der zeigt, daß nur sechs Bachblüten
absolut keine Übereinstimmungen der Autoren zeigen. Bei allen anderen
Mitteln sind bei mindestens drei Autoren gleiche Teilzuordnungen bei mindestens
einem Planeten/Tierkreisprinzip vorgenommen worden, teilweise sogar zwei
oder mehr Planeten, die sich in den Zuordnungen decken. Das spricht dafür,
daß es zumindest bei den meisten Mitteln eine Art Leitlinie gibt,
anhand derer sich die verschiedenen Autoren orientiert haben und daß
es also durchaus nicht verfehlt ist, astrologische Zuordnungen mit Bachblüten
vorzunehmen.
Bei allen Zuordnungsversuchen sollte vielleicht nicht übersehen
werden, was Edward Bach selbst zur Verbindung von Astrologie und Bachblütentherapie
geschrieben hat (Traktat „Twelve Healers“, Epsom, 1933):
„Grundsätzlich gibt es zwölf ursprüngliche Persönlichkeitstypen,
und von jedem einen positiven und einen negativen Aspekt. Diese Persönlichkeitstypen
zeigt uns der Mond, je nachdem, in welchem Zeichen des Tierkreises er sich
zur Stunde der Geburt aufhielt. So gelangen wir zu den folgenden Stichpunkten:
1. Der Persönlichkeitstyp
2. Sein Ziel und seine Arbeit im Leben
3. Das Heilmittel, das ihn bei dieser Arbeit unterstützen wird.
Wir als Heiler haben es nur mit den negativen Aspekten der zwölf
Typen zu tun.
Das Geheimnis des Lebens besteht darin, unserer Persönlichkeit
treu zu sein und Einmischungen von äußeren Einflüssen nicht
zu dulden.
Unsere Persönlichkeit erkennen wir aus der Stellung des Mondes
bei unserer Geburt; die Gefahren der Einmischung finden wir in den Planeten.
Aber die Astrologen heben die Planeten zu sehr hervor; wenn wir bei unserer
Persönlichkeit bleiben, uns selbst treu sind, dann brauchen wir uns
nicht vor planetaren oder äußeren Einflüssen zu fürchten.
Die Heilmittel helfen uns, zu unserer Persönlichkeit zu stehen.
Nur in den frühen Stadien unserer Evolution werden wir direkt
von einem oder mehreren Planeten unterstützt oder bestimmt. Wenn wir
einmal Liebe entwickeln, das heißt die echte Nächstenliebe,
werden wir frei vom Einfluß der Sterne, frei von der Schicksalslinie
und steuern unser Schiff selbst, was auch immer geschehe.“
Ein in der Tat sehr interessanter Kommentar von Bach selbst zu den Verbindungen
von Astrologie und Bachblütentherapie. Die ursprünglichen 12
Heiler, d.h. die ersten 12 Bachblütenmittel, die Bach fand, werden
mit der Stellung des Mondes in einem der zwölf Tierkreiszeichen zum
Zeitpunkt der Geburt in Verbindung gebracht. Leider gibt Bach in dem Artikel
keine Zuordnung der Tierkreiszeichen zu den zwölf Heilern an. Lediglich
Peter Damian hat sich in einer Zuordnung versucht, die weiter oben angegeben
ist. Meiner Meinung nach wird diese Zuordnung den Charakteristiken der
entsprechenden Bachblüten und den dazugehörigen Tierkreiszeichen
nicht gerecht. Wenn man denn schon die zwölf Tierkreiszeichen den
zwölf Heilern zuordnen wollte, so würde ich folgende Zuordnung
vorschlagen:
| Mond im Zeichen | Bunkahle | Damian |
| Widder | Impatiens | Impatiens |
| Stier | Chicory | Gentian |
| Zwilling | Scleranthus | Cerato |
| Krebs | Centaury | Clematis |
| Löwe | Rock Rose | Vervain |
| Jungfrau | Gentian | Centaury |
| Waage | Cerato | Scleranthus |
| Skorpion | Vervain | Chicory |
| Schütze | Agrimony | Agrimony |
| Steinbock | Mimulus | Mimulus |
| Wassermann | Water Violet | Water Violet |
| Fische | Clematis | Rock Rose |
Wenn man nun den Gedanken noch weiter spinnt, so sollte man eigentlich
konsequenterweise eine an astrologischen Kriterien orientierte Bachblütenmittelwahl
sehr stark vom Mond abhängig machen bzw. von dessen Stand in einem
bestimmten Tierkreiszeichen. In diesem Zusammenhang sollte die Beobachtung
erwähnt werden, daß die Bachblütentherapie insbesondere
bei Menschen anschlägt, die ausgesprochene Gemütsmenschen sind,
d.h. die stark an ihrem Gefühl ausgerichtet handeln und leben. Genauso
wird die Bachblütentherapie mit sehr gutem Erfolg bei Pflanzen, Tieren
und Säuglingen angewandt, die astrologisch gesprochen auch einen sehr
starken Bezug zum Mond haben. Weniger Erfolg zeitigt die Bachblütentherapie
bei geistig oder akademisch orientierten Menschen, die eher auf die C3-Homöopathie
ansprechen, d.h. auf homöopathisch zunächst bis zur Stufe C3
verriebene Medikamente, die dann weiter hochpotenziert werden. Fast zwangsläufig
scheint dieser Zusammenhang zwischen Mond und Bachblüten zu bestehen:
Bach betont in seinem Traktat die Wichtigkeit des Mondes, die Erfahrung
im Umgang mit der Bachblütentherapie läßt diesen Schluß
zu und last but not least beruht die Herstellungsweise, sei es nun mit
der Sonnen- oder mit der Kochmethode, hauptsächlich auf der Verwendung
von Wasser, in der die Essenz der Blüten entweder durch die Einwirkung
der Sonne oder durch das Kochen aufgenommen wird. Das bedeutet für
die Praxis und insbesondere für die Wahl der richtigen Therapiemethode,
daß die Bachblütentherapie insbesondere dann zur Anwendung kommen
solle, wenn der Patient im Horoskop über eine starke Mond/Krebs-Betonung,
viele Mondaspekte bzw. einen sehr stark besetzten zweiten Quadranten oder
viertes Haus verfügt.
Astrologen dürfte die Feststellung Bachs, daß sie die Planeten
im Horoskop zu stark gewichten und den Mond dabei vernachlässigen,
seltsam anmuten. Gleichzeitig gibt dies auch Aufschluß über
die Person Edward Bach: Bach scheint einen Schwerpunkt seines eigenen Lebens
in der emotionalen Gemütssphäre gesetzt zu haben, so daß
er fast zwangsläufig die Wichtigkeit des Monds hervorhebt (überbetont
?). Leider ist die Geburtszeit Bachs nicht bekannt. Bach wurde am 24.September
1886 in Moseley (Birmingham) geboren. Von seinem Portrait ausgehend und
durch die enorme Betonung des Monds in Verbindung mit der Bachblütentherapie
erscheint es naheliegend anzunehmen, daß Bach einen Krebs-Aszendenten
gehabt haben könnte. Dies könnte so z.B. einer Geburtszeit
von ca. 23 Uhr nachts entsprechen. Wäre Bach zu diesem Zeitpunkt geboren,
so würden sich folgende Charakteristiken aus seinem Horoskop ergeben:
1. AC und Saturn im Krebs
2. Mond im Zeichen Löwe mit folgenden Aspekten:
- Quadrat Neptun
- Sextil Chiron
- exaktes Halbsextil zum Saturn
- Quadrat Mars
3. Venus, Merkur, Sonne, Jupiter, Uranus im vierten Haus
Daß Bach damals durchaus auch astrologische Überlegungen
angestellt hat, ist naheliegend, weil er dann, nachdem er weitere Heilmittel
in seine Therapie aufnahm, die sogenannten „Seven Helpers“ konstituierte.
Die Zwölf wie die Sieben sind in der Astrologie sehr gebräuchliche
Zahlen, denn sie entsprechen der Anzahl der 12 Tierkreiszeichen und den
mit dem bloßen Auge wahrnehmbaren sieben klassischen Planeten Sonne,
Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn. Bereits bei seinen frühen
Forschungen fand er die sogenannten sieben Bachnosoden und er erweiterte
das Sortiment der zwölf Heiler-Blüten später um sogenannte
sieben Helfermittel auf 19 Blüten (12 Healers und 7 Helpers)
In dem Traktat „The twelve healers and the seven helpers“ (verlegt
1934 bei C.W.Daniel Co.) schreibt Bach:
„Dieses Buch beschreibt neunzehn Pflanzen, die von der göttlichen
Vorsehung mit Heilungskräften gesegnet worden sind, so daß es
für jene, die aufrichtig gesunden wollen, keine Krankheit mehr gibt,
die nicht Hoffnung auf Genesung ließe. Zwölf dieser Pflanzen
sind für Krankheiten, die gerade einsetzen oder erst kurze Zeit dauern;
sie heißen die „zwölf Heiler“. Sieben weitere Pflanzen sind
zur Hilfe jener gedacht, die seit vielen Wochen, Monaten oder gar Jahren
krank sind; sie heißen die „sieben Helfer“.“
Hier besteht ein Widerspruch zur der ein Jahr zuvor veröffentlichten
Aussage Bachs, daß die zwölf Heiler dem Mondstand im Tierkreiszeichen
zum Zeitpunkt der Geburt entsprechen, denn nun schreibt Bach, daß
diese Zwölf für akute, kurzfristige Krankheiten anzuwenden seien,
während die übrigen Sieben für chronische Krankheiten oder
eben Gemütszustände in Frage kommen. Interessant wäre es,
die sogenannten sieben Helfer daraufhin zu untersuchen, ob diese den sieben
klassischen Planeten entsprechen. Bach selbst teilt die sieben Helfer nochmals
in drei Gruppen:
1. Für den blassen Patienten (Olive, Gorse, Oak)
2. Für Patienten mit kräftiger Hautfarbe (Vine, Heather,
Rock Water)
3. Wild Oat kann bei jedem erforderlich sein, wenn das scheinbar richtige
Heilermittel oder das scheinbar korrekte der anderen sechs Helfermittel
keine Besserung verschafft.
Auch dies erinnert sehr stark an die Zweiteilung der sieben klassischen
Planeten in männliche Tag-Planeten und weibliche Nachtplaneten:
Männlich: Sonne, Jupiter, Mars (bzw. Saturn)
Weiblich: Mond, Venus, Saturn (bzw. Mars)
Zwittrig: Merkur
Denkbare Zuordnungen könnten im Sinne Bachs wie folgt vorgenommen
werden:
| Blüte | 12er
System |
8er
System |
antike Planeten bedeutung | TKZ | Konstellation | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
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Heute ist es üblich, die 38 Bachblüten nach einem Vorschlag
von Bach selbst in sieben verschiedene Gruppen zu unterteilen, die ein
Schlüsselthema aufweisen:
1. Für jene, die Angst haben (nach meiner Zuordnung der Zweierkonstellationen
Saturn und Uranus-Mittel)
(Rock Rose, Mimulus, Cherry Plum, Aspen, Red Chestnut)
2. Für jene, die an Unsicherheit leiden (Merkur-, Aphrodite-
und Chiron-Mittel)
(Cerato, Scleranthus, Gentian, Gorse, Hornbeam, Wild Oat)
3. Für jene, die nicht genügend Interesse an ihrer Gegenwartssituation
haben (Saturn-, Uranus- und Neptunmittel)
(Clematis, Honeysuckle, Wild Rose, Olive, White Chestnut, Mustard,
Chestnut Bud)
4. Für jene, die einsam sind (Mars- und Uranusmittel)
(Water Violet, Impatiens, Heather)
5. Für jene, die überempfindlich gegenüber Einflüssen
und Ideen sind (Mars- und Uranusmittel)
(Agrimony, Centaury, Walnut, Holly)
6. Für jene, die mutlos und verzweifelt sind (Saturn-, Uranus-
und Neptunmittel)
(Larch, Pine, Elm, Sweet Chestnut, Star of Bethlehem, Willow, Oak,
Crab Apple)
7. Für jene, die um das Wohl anderer allzu besorgt sind (Pluto-Mittel)
(Chicory, Vervain, Vine, Beech, Rock Water)
Diese Zuordnung ist in gewisser Hinsicht sehr problematisch, da hier
ein vordergründiges Symptom (z.B. Angst) von den Ursachen, die zu
diesem Symptom geführt haben, getrennt wird. Beispiel: In der Gruppe
Nr. 5 - Überempfindlichkeit gegenüber Einflüssen und Ideen
befinden sich die sehr unterschiedlichen Mittel Centaury und Holly. Beide
haben zwar als vordergründiges Symptom, daß sie überempfindlich
gegenüber äußeren Einflüssen sind, wobei dies aber
bei Centaury darauf beruht, daß eine mangelnde Konfliktfähigkeit
und somit eine starkes Bedürfnis nach Anpassung an das Gegenüber
und eine starke Beeinflußbarkeit daraus resultiert. Bei Holly liegt
der Fall dagegen völlig anders: Hier ist es eine starke geistige Vorstellungskraft,
die auf Ideen oder Tatsachen von außen sehr sensibel reagiert, aber
eher im Sinne von Ablehnung und Kampf dagegen (Eifersucht, Wut, Aggression).
Das Schlüsselthema der jeweiligen Gruppen würde ich in vielen
Fällen als Folgesymptom einer dahinter stehenden Ursache benennen,
nicht als die eigentliche Ursache. Dies wird insbesondere bei Gruppe 4
sehr deutlich: Hier soll die Einsamkeit das zentrale Thema der Mittel sein.
Es handelt sich dabei um die Mittel Water Violet, Heather und Impatiens.
Heather und Impatiens sind als Folge eines zugrundeliegenden Charakterzugs
einsam: Impatiens vertreibt mit seiner Ungeduld und der damit verbundenen
latenten Aggressivität Menschen aus seiner Umgebung, die diesen Menschen
lieber meiden. Einsamkeit ist hier aber eher die Folge, nicht die Ursache
des Leidens. Ähnliches ließe sich von Heather sagen, das durch
seine Selbstbezogenheit andere sich angewidert oder enttäuscht abwenden
läßt.
Zum anderen werden durch diese sieben Gruppen Mittel mit Themen in
Verbindung gebracht, wo der Bezug äußerst unklar oder nur entfernt
vorhanden ist. Beispiel: In der Gruppe 1 wird Red Chestnut in Verbindung
mit Angst gebracht, wobei allerdings Red Chestnut doch für seine innige
Einfühlsamkeit bekannt ist, nicht so sehr für seine Angst. Angst
kann zwar dann eine Rolle spielen, wenn man um das Wohl des Anderen besorgt
ist und sich Sorgen macht, aber es ist sicher in diesem Fall nicht das
zentrale Motiv.
Ich rate davon ab, mit diesen sieben Gruppen zu arbeiten auch wenn
Bach dies empfiehlt. Wie aber schon gezeigt wurde, gibt es auch in den
Schriften Bachs gewisse Inkonsistenzen und es wäre möglich, daß
sich weitere Fehler oder vielleicht leichtfertige Zuordnungen zu Gruppen
eingeschlichen haben könnten.
Daher ist auch das astromedizinische System von Harald Kinadeter sehr
fraglich, der diese 7 Gruppen zur Grundlage seines Systems gemacht hat.
Es gibt heute ein Repertoire von 38 Blüten, so daß der Mondstand
im Tierkreiszeichen allein nicht mehr ausreichend sein dürfte, um
astrologisch das passende Bachblütenmittel zu eruieren.
Eine gewisse Zahlenarithmetik fällt in Bezug auf die Zahlen 38,
12 und 7 schon auf:
12 Healers und 7 Helpers = 19 Blüten.
19 Blüten und 19 Blüten = 38 Blüten.
Man wäre bei dem Versuch, eine schlüssige Verbindung von Astrologie
und Bachblütentherapie zu finden, in der Lage, neben dem Zeichenstand
des Mondes in einem der zwölf Tierkreiszeichen auch dessen Häuserstand
zu berücksichtigen. Dann wären 2 * 12 = 24 Mittel der 38 Bachblüten
abgedeckt und es verblieben 14 Mittel. Dies könnten zwei Siebener-Gruppen
oder eine Sechser- und eine Achtergruppe sein. Denkbar wäre beispielsweise,
die Aspekte des Mondes zu den übrigen sechs bzw. sieben Planeten jeweils
einer Bachblüte zuzuordnen: Mond im Aspekt mit Sonne, Merkur, Venus,
Mars, Jupiter und Saturn (und Mondknoten, wenn eine Siebenzahl konstituiert
werden soll). Die andere Siebenergruppe könnte sich durch die jeweilige
Mondmansion im jeweiligen Quadranten definieren, in der sich der Mond aufhält
(insgesamt gibt es 4 * 7 = 28 Mondmansionen) oder bei einer Achtergruppe
könnte der Phasenwinkel des Monds zur Sonne Eingang finden.
Für zeitliche Auslösungen und Direktionen wäre es außerdem
denkbar, auch die Lunarprogressionen, Lunare, Neu- und Vollmonde, Mondphasenlunare,
bzw. Mond- und Sonnenfnsternisse in der Wahl der Mittel zu berücksichtigen.
Es soll zuletzt noch eine praktische Methode empfohlen und skizziert
werden, wie man astromedizinisch die wahrscheinlichen und auch passsenden
Bachblüten eruiert. Wie bereits weiter oben gezeigt wurde, spielt
der Mond eine zentrale Rolle in Verbindung mit den Bachblüten. Der
Vorschlag für ein praktisches Modell geht folgerichtig also dahin,
daß der Mond (bzw. auch die Sonne als die Möglichkeit zum Ausdruck
der emotionalen Kräfte) in den Mittelpunkt der Betrachtungen treten
soll und zwar wie folgt:
Untersuchung,
1. in welchem Tierkreiszeichen der Mond steht
2. in welchem Haus der Mond steht
3. welche Aspekte der Mond zu anderen Planeten hat
4. welche Planeten im Zeichen Krebs stehen und welche Aspekte diese
aufweisen
5. in welchem Haus der Krebs steht
6. in welchen Zeichen und Haus die Sonne steht und welche Aspekte sie
von anderen Planeten empfängt.
Für die Punkte 1, 2 und 5 werden keine Verbindungen von unterschiedlichen
Planetenverbindungen betrachtet, wenn man einmal davon absieht, daß
der Mond als Planetenprinzip gesondert betrachtet werden könnte. Für
diese Punkte sollte die einfache Zwölferzuordnung von Tierkreiszeichen
bzw. Häusern und Heilermittel wie weiter oben dargestellt hinzugezogen
werden und zwar wie folgt:
1. Widder (1.Haus) Impatiens
2. Stier (2.Haus) Chicory, Chestnut Bud
3. Zwilling (3. Haus) Scleranthus
4. Krebs (4. Haus) Centaury, Red Chestnut
5. Löwe (5. Haus) Rock Rose, Heather
6. Jungfrau (6. Haus) Gentian bzw. Mimulus, Willow
7. Waage (7. Haus) Cerato, White Chestnut
8. Skorpion (8. Haus) Vervain, Holly, Rock Water, Vine
9. Schütze (9.Haus) Agrimony
10. Steinbock (10.Haus) Mimulus bzw. Gentian, Beech, Oak
11. Wassermann (11. Haus) Water Violet, Cherry Plum
12. Fische (12. Haus) Clematis, Aspen
Für die anderen Punkte 3, 4 und 6 werden einerseits die Aspekte
der Planeten direkt zum Mond als auch weitere Aspekte der mit dem Mond
oder dem Zeichen Krebs verbundenen Planeten zu anderen Planeten berücksichtigt.
Da die Sonne der Planet ist, der die Emotionen und Empfindungen auszudrücken
vermag, wäre es außerdem auch legitim diese in die Betrachtungen
miteinzubeziehen.