Der Chinarindenversuch Hahnemanns oder wie die Homöopathie entstand
(Auszug aus dem Medizinisch-Astrologischen Repertorium)

Christian Friedrich Samuel Hahnemann ist der Begründer der Kunst der Homöopathie. Hahnemann wurde am 10. April 1755 um 2251 Uhr Greenwichzeit in Meißen (13 Ost 21, 51 Nord 10) geboren.

Es ist hochinteressant zu beobachten, wie die Umstände des Leben Hahnemanns exemplarisch für viele Einzelschicksale und die damalige Zeitqualität als solche standen und einen maßgeblichen Einfluß auf die Entstehung und Qualität der neuen Heilkunst hatten, die Hahnemann damals entwarf: Die Homöopathie.
Hahnemann kam aus eher ärmlichen Verhältnissen und war sein Leben lang nie wirklich wohlhabend (MA/SA - bzw. Admetos im ersten Haus). Sein Vater Christian Gottfried Hahnemann war Meißener Porzellanmaler und er entließ seinen Sohn mit 20 Talern in die Welt, um sein Glück zu machen und seinen Weg zu finden, nachdem Hahnemann die Fürsten- und Landesschule St. Afra besucht hatte und sich dort nicht zuletzt durch seine Begabung für Sprachen und seinen Gönner Magister Müller einen Grundstock höherer Schulbildung aneignen konnte.
Hahnemann war seit dieser Zeit auf sich selbst gestellt und erhielt außer den erwähnten 20 Talern keine weitere Hilfe von seinem Vater (MA/UR - Hahnemann: MA Konjunktion UR), der mit der Versorgung seiner eigenen Familie finanziell alle Hände voll zu tun hatte. Hahnemann schreibt dazu selbst: „Ostern 1775 entließ er mich nach Leipzig mit der Unterstützung von zwanzig Thalern, dem letzten Gelde, das ich seitdem noch aus seiner Hand erhielt. Er hatte bei seinem kärglich zugemessenen Einkommen noch mehrere Kinder zu erziehen. Genug zur Entschuldigung des besten Vaters.“
Der angehende, mittellose Medizinstudent Hahnemann geht nach Leipzig. Zwar findet er auch dort wie auch zuvor auf der Schule einen Gönner (JU/UR - Hahnemann: JU Opposition UR), der dafür sorgt, daß ihm die Kolleggelder erlassen werden, aber die medizinische Kunst des damaligen Zeitalters enttäuscht ihn. Fritsche schreibt in seiner Hahnemann-Biographie (Herbert Fritsche: Samuel Hahnemann, Idee und Wirklichkeit der Homöopathie, Göttingen, 1994, S.22): „Bereits über den ersten Leipziger Studien liegt Bitternis des Enttäuschtseins. Die Universität vermittelt weniger als ein Nichts, nämlich ein theoretisch-krauses Vielerlei, aus Widersprüchen gefügt und von Eitelkeiten gebläht. Den Kranken bekommt der Studiosus nie zu sehen, den konkreten Fall, der allein wirklich ist - aber das Abstraktum Krankheit, das Schema als Schemen, spukt aus den Hirnen der Dozenten in die Kolleghefte der Schüler. „Die Liebe zur praktischen Arzneikunde, wozu in Leipzig keine Anstalt ist“, hat nach Hahnemanns eigenen Worten allein über die Wahl des Studienfachs entschieden.“ (PL/JU/UR - Hahnemann: PL Quadrat UR Opposition JU)
Hahnemann hielt sich mit Übersetzungstätigkeiten finanziell über Wasser und sollte gerade durch diese später den entscheidenen Anstoß für eine Idee erhalten, die eine neue Heilkunst auferstehen ließ und seinen Nachruhm unsterblich machte (PL/JU/UR - Hahnemann: PL Quadrat UR Opposition JU).
Hahnemann ging nach seiner Leipziger Zeit nach Wien. Während es in Leipzig kein einziges Krankenbett zur praktischen Anschauung für die Studenten gegeben hatte, findet Hahnemann dies in Wien im Spital der Barmherzigen Brüder  unter dem Leibarzt der Kaiserin und dem Kliniker Freiherr Dr. Joseph von Quarin, der zugleich wieder einer seiner wohlwollenden Gönner wird. Aber nicht lange dauert sein Aufenthalt in Wien - wie Hahnemann zeitlebens manchmal nicht unähnlich wie Paracelsus durch die Lande reiste oder verschlagen wurde (MA/UR - Hahnemann: MA Konjunktion UR) - und er muß Wien verlassen. Hahnemann selbst deutet in seiner Autobiographie das Geschehene nur an: „Ein schlimmer Spaß aber, der mir mit meinem in Leipzig ausstehenden Verdienste gespielt wurde (Reue gebietet Versöhnung, und ich verschweige Namen und Umstände), war schuld, daß ich schon nach dreiviertel Jahren Wien wieder zu verlassen genöthigt war; nachdem ich in diesen 9 Monaten nur 68 fl. 12 kr. zu meiner Erhaltung gehabt hatte.“ (MA/SA/UR - Hahnemann: Admetos in 1, MA Konjunktion UR, exaktes Halbquadrat SA zu UR)
Fritsche schreibt: „Was vorgefallen ist, hat Hahnemann als privates Wissen ins Grab mitgenommen. Er, der im Alter um seines Werkes willen hassen konnte bis zur Weißglut und an polemischer Schärfe wiederum nur mit Paracelsus verglichen werden kann, war zeitlebens in Dingen der persönlichen Widersacherschaft großherzig und frei von nachtragendem Eifer.“ (MA/PL und MO/SO/JU - Hahnemann: PL am Aszendenten und SO in 4 im Spiegelpunkt zu JU).
Wiederum tritt ein Gönner auf den Plan und diesmal ist es der Baron von Brukenthal, der in Siebenbürgen residierende Statthalter von Hermannstadt. Hahnemann findet hier erstmals sein erstes Auskommen als Hausarzt und Bibliothekar des Barons. Und zugleich wird er hier in Siebenbürgen mit der Krankheit des Wechselfiebers vertraut werden, die er erstmals in der Praxis sieht oder möglicherweise sogar an sich selbst erlebt. Das wird später bei der Findung der Ini-tialidee für die Homöopathie eine wichtige Rolle spielen. Betrachtet man all diejenigen Arzneien, die in der Homöopathie gegen das Wechselfieber eingesetzt werden, so erkennt man, daß es sich hauptsächlich um Arzneien handelt, deren astrologische Konstellationsbestandteile von den Konstellationen MA/MO, MA/SA, MA/UR, MO/UR, SA/UR und VE/SA geprägt sind (Hahnemann: Mond im Widder, Admetos in 1, MA Konjunktion UR, MO exaktes Halbsextil UR, SA exaktes Halbquadrat UR und SA in 2).
Einunddreiviertel Jahr später promoviert Hahnemann an der Universität von Erlangen und wird Doktor der Medizin mit der Dissertationsschrift „Ursächliche und behandlerische Betrachtung krampfhafter Affekte“ (Krämpfe astrologisch: MA/SA). Aber auch in Erlangen bleibt er nicht, sondern es beginnt ihn für eine langen Odyssee durch die verschiedensten deutschen Städte (MA/UR - Hahnemann: MA Konjunktion UR). Dabei ist er nicht allein, denn schon am 1. Dezember 1782 heiratet er in Gommern bei Magdeburg Henriette Küchler und bekommt im Laufe der nächsten Jahre mehrere Kinder von ihr, die nicht nur Lust und Familienglück, sondern auch Last darstellen, denn Hahnemann muß seine Familie ernähren (MO/UR - Hahnemann: MO Halbsextil UR).
Und gerade dies fällt ihm nicht allzu leicht. Hahnemann ist zwar Arzt und Doktor der Heilkunde, doch seinen persönlichen Qualitätsansprüchen reicht dies kaum aus. Ja, im Gegenteil, Hahnemann ist so sehr von inneren Zweifeln über die medizinische Kunst der damaligen Zeit und damit auch über sein mangelhaftes persönliches medizinisches Können zerrissen, so daß er es vorzieht, zeitweise seine Familie lieber mit Übersetzungen zu ernähren als dem Arztberuf nachzugehen. (MA/MO/SA/UR - Hahnemann: siehe oben)  Hahnemann erkennt deutlich die Schwächen der Heilkunst seiner Zeit. Gleichzeitig ist er aber von so hohen Idealen getrieben, daß er die Meßlatte für die Qualität seiner Leistung hoch ansetzt, aber es wird ihm dafür in der damaligen Zeit keine Handhabe der medizinischen Wissenschaft zur Verfügung gestellt (PL/JU/UR). Hahnemann ist allerdings Forscher und Freigeist, Pionier und Entdecker und läßt nichts gelten, was er nicht selber verstanden, durchdacht oder experimentell bestätigt gefunden hat. Er selbst schreibt in schonungsloser Offenheit (MA/MO - Hahnemann: Mond im Widder) über seine Anfangsjahre als Arzt und seine Bedenken, Kranke ohne ausreichende praktische und theoretische Erfahrung zu behandeln, an der seine Zeit damals so sehr ermangelte: „Auf diese Art ein Mörder oder Verschlimmerer des Lebens meiner Menschenbrüder zu werden, war mir der fürchterlichste Gedanke, so fürchterlich und ruhestörend für mich, daß ich in den ersten Jahren meines Ehelebens die Praxis ganz aufgab und fast keinen Menschen ärztlich behandelte, um nicht noch mehr zu schaden und bloß - wie Sie wissen - mich mit Chemie und Schriftstellerei beschäftigte.“
Hahnemann nimmt, um sein finanzielles Auskommen zu gewährleisten, zu den Übersetzungen Zuflucht, die wiederum sein Universalgelehrtentum unterstützen und durch die er sich in vielen Gebieten weiterbildet. Aber Hahnemann ist nun mittlerweile nicht mehr nur der mittellose Student, der sein Leben so einrichten kann, wie es ihm gefällt, sondern Hahnemann hat nun eine Familie, die er ernähren muß, wie auch Kinder, um die er sich kümmern und die er erziehen muß. Er hat die Pflichten eines Familienvaters und die ständig anwachsende Anzahl der Köpfe seiner Familie machen die Bedrängnis, das tägliche Brot zu verdienen, nur um so größer, wie auch die ständigen Umzüge mit Sack und Pack von einer Stadt in die andere die Situation zeitweise auch noch verschärft haben dürften, auch wenn diese Ortswechsel psychologisch gesehen möglicherweise als Ausbrüche aus beengten Verhältnissen zu verstehen sind (MA/SA und MA/UR und MO/UR).
Auch dürfte es nicht unerhebliche Diskrepanzen zwischen ihm und seiner Frau angesichts der Tatsache gegeben haben, daß er als ausgebildeter Arzt seinem eigentlichen Beruf nicht nachging und somit die finanziellen Verhältnisse und das Wohl der Familie erhebliche Einbußen erlitten (MA/SA und SA/UR). Gleichwohl war seine Ehrlichkeit und sein Gewissen den Kranken gegenüber schwerwiegender als die Notwendigkeit eines guten Geldverdiensts (MA/MO).
Dieser chronischer Geldmangel konnte dann durchaus zu Situationen führen, die Fritsche in seiner Hahnemann-Biographie plastisch so beschreibt: Nachdem Hahnemann vom teuren Leipzig in das Dorf Stötteritz umziehen muß, „läuft er jetzt in Holzschuhen und abgeschabter Kleidung umher, hilft seiner Frau bei den Hausarbeiten, knetet selbst sein Brot und haust in einem einzigen Zimmer mit der Familie zusammen, die durch einen Vorhang von seinem Arbeitsplatz abgetrennt ist. Jede zweite Nacht bleibt er wach, um seine Arbeit zu schaffen. Dabei gewöhnt er sich das Rauchen an, das er dann zeitlebens beibehält, obwohl er alle übrigen Genußmittel - vor allem Kaffee und Tee, aber auch Spirituosen - streng aus seinem und seiner Patienten Leben verbannen will.“ (MA/MO/SA/UR)
Und gerade dort in Stötteritz, wo man davon sprechen könnte, daß Hahnemann die Talsohle seiner erbärmlichen Lebensumstände durchschritt, gerade dort könnte sich der Vorfall ereignet haben, der die Morgenröte einer erwachenden neuen Kunst bedeutete.
Hahnemann übersetzt 1790 die Materia Medica von William Cullen aus dem Englischen ins Deutsche. Gumpert malt die Szene in seiner Hahnemann-Biographie (Martin Gumpert: Hahnemann - Die abenteuerlichen Schicksale eines ärztlichen Rebellen und seiner Lehre, der Homöopathie, Freiburg, 1989, S.69) wie folgt aus:
„Hahnemann ist enttäuscht. Wie immer: Floskeln statt Erklärungen. Der alte Mann (Cullen) macht's sich leicht, und er soll es übersetzen und glauben. „Weißkraut verliert durch langes Kochen seine blähende Kraft.“ Hat denn Cullen niemals Kraut gegessen, daß er solchen Unsinn hinschreibt. Er setzt hinzu: „Cullen irrt, Weißkraut verliert fast nichts von seiner blähenden Kraft durch langes Kochen.“ Und nun kommen die zwanzig Seiten über die fieberheilende Wirkung der Chinarinde und der folgenschwere Satz, den Hahnemann mit Mißtrauen und Kopfschütteln hinschreibt, „daß die Rinde in diesem Falle mittelst ihrer auf den Magen ausgeübten stärkenden Kraft wirkt“. - Merkwürdig, ihm hat das Chinin, das er in Siebenbürgen gegen das Wechselfieber schluckte, den Magen nicht gestärkt, sondern gründlich verdorben. Da sitzt der Herr Professor vor seinem Beefsteak und beschreibt den Weißkohl, trinkt Burgunder und preist das magenstärkende Chinin. Er aber, ein alter Weißkohlesser und Chininschlucker, ist anderer Meinung. Hahnemann läßt sich durch Boten, der Stötteritz zweimal die Woche mit dem Nötigsten versorgt, Chinarinde aus der Apotheke in Leipzig besorgen.“
Hahnemann schreibt: „Ich nahm des Versuchs halber etliche Tage zweimal täglich jedesmahl 4 Quentchen gute China ein; die Füße, die Fingerspitzen usw. wurden mir erst kalt (MA/SA), ich ward matt und schläfrig (MA/UR, SA/UR), dann fing mir das Herz an zu klopfen (MO/UR), mein Puls ward hart und geschwind (MA/SA, MA/UR); eine unleidliche Ängstlichkeit (MO/SA, MO/UR), ein Zittern (aber ohne Schauder) (MA/MO/SA/UR), eine Abgeschlagenheit durch alle Glieder (MA/SA); dann Klopfen im Kopfe (MA/MO, MA/SA), Röthe der Wangen (MA/MO, MA/SA, MA/UR), Durst (MO/UR), kurz alle mir sonst beim Wechselfieber gewöhnlichen Symptome erschienen nacheinander, doch ohne eigentlichen Fieberschauder. Mit kurzem: auch die mir beim Wechselfiebern gewöhnlichen besonders charakteristischen Symptome, die Stumpfheit der Sinne, die Art von Steifigkeit in allen Gelenken, besonders aber die taube widrige Empfindung, welche in dem Periostium über allen Knochen des ganzen Körpers ihren Sitz zu haben scheint - alle erschienen. Dieser Paroxysm dauerte 2-3 Stunden jedesmahl und erneuerte sich, wenn ich diese Gabe wiederholte, sonst nicht.“ (Alle Konstellationsangaben im Zitat von mir eingeschoben. A.B.)
Wer bis hierher die Inhalte des Leben Hahnemanns aufmerksam verfolgt hat (in Klammern durch die jeweiligen astrologischen Konstellationen beschrieben) sieht, daß sich sein Leben immer wieder um die gleichen Inhalte drehte. Diese Inhalte lassen sich astrologisch mit dem Konstellationsgefüge MA/MO/SA/UR ausdrücken. Genau dieses Konstellationsgefüge wiederum entspricht aber verblüffenderweise genau der Konstellationsbeschreibung der Chinarinde ! Es war also alles andere als ein Zufall, daß sich Hahnemanns Widerspruchsgeist gerade an China entzündete und letztendlich zum homöopathischen Gedanken führte. Der Geburt der Homöopathie ging der Widerspruch voraus und die Homöopathie hat in ihrer langen Geschichte mit vielen Gegensätzen und Widersprüchen kämpfen müssen, denn immer wieder war und ist sie gezwungen gewesen, auf den Widerspruch ihrer Gegner einzugehen oder sich damit auseinanderzusetzen. Diese Eigenart der homöopathischen Kunst verwundert nicht, denn Hahnemann, ihr Schöpfer, war ein Widerspruchsgeist und durch einen Widerspruch wurde die Konzeption und Geburt dieser Kunst eingeleitet.
Wir sehen deutlich die drei Pole der Homöopathie:
1. Hahnemann und seine Lebensauffassung und Lebensführung, die im wesentlichen darauf fußte, daß Hahnemann die medizinische Kunst zu wichtig war, als daß er sie zum reinen Gelderwerb mißbraucht hätte. Für ihn war Qualität und Ehrlichkeit wichtiger als ein angenehmer Lebensstandard. Ihm war nicht die äußere Anerkennung der Gesellschaft wichtig, sondern daß er vor sich mit seinen Ansprüchen an sich selbst bestehen konnte.
2. Das Arzneimittel China als Stammutter aller homöopathischen Arzneien. Die Essenz der Erlebensform dieser Arznei beruht ähnlich wie Hahnemanns Leben darin, die eigenen Bedürfnisse (z.B. die nach Qualität und Tiefe) mit schroffer Ehrlichkeit gnadenlos und ohne Rücksicht auf die Situation bekannt zu machen und dabei keinem Konflikt aus dem Wege zu gehen. Abgrenzung gegen Unvereinbares (z.B. nämlich Stümperei in der Heilkunst) steht an erster Stelle. Die Integrität der Wertschätzung und Anerkennung der eigenen Person wird nicht durch äußere Maßstäbe beeinflußt.
3. Die bewegte Geschichte der Homöopathie, die eine ständige Abgrenzung und konflikthafte Auseinandersetzung mit der Schulmedizin für eine qualitativ hochwertige und tiefgehende Heilkunde war und ist. Auch hier wurde um Anerkennung gekämpft, allerdings bis heute vergeblich (die Lösung zu diesem Problem liegt auch weniger im Kampf um die Anerkennung durch äußere Autoritäten oder Gesellschaftsstrukturen, sondern in der Integrität dieser Heilkunde, die vor den Augen ihrer Anwender und Patienten zu bestehen hat).
Es ist interessant zu sehen, daß Hahnemann, als er den Chinarindenversuch im Jahre 1790 durchführte, gerade in eine neue Siebenjahresphase eintrat. Diese war vom Krebs und vom Mond als Phasenherrscher dominiert. Gerade der Mond aber hat Verbindungen zu Saturn und Uranus und steht im Zeichen Widder, so daß alle Konstellationsbestandteile der Chinarinde abermals angesprochen waren (MA/MO, MO/SA, MO/UR - MA/MO/SA/UR) und in den erbärmlichen Verhältnissen von Stötteritz, der Standhaftigkeit Hahnemanns und der Begegnung mit der Chinarinde ihren Niederschlag fanden.
Interessant ist auch zu sehen, daß ein Großteil der homöopathischen Medikamente in den astrologischen Konstellationsbeschreibungen die Einzelkonstellationen der Konstellation MA/MO/SA/UR besonders häufig aufweisen. Während beispielsweise Neptun-Konstellationen in den Konstellationsbeschreibungen homöopathischer Medikamente nicht sehr häufig auftreten, finden wir insbesondere Konstellationen wie MA/MO, MA/SA, MA/UR, MO/SA, MO/UR oder SA/UR ausgesprochen häufig bei den astrologisch bereits nach der Konstellation entschlüsselten Medikamenten vor. Dies kann nur wenig verwundern: Denn wenn die Stammutter aller homöopathischen Arzneien, die Chinarinde, diese Konstellationen aufweist, ist es naheliegend, daß sich die homöopathischen Forscher und Ärzte viel mit verwandten Arzneien beschäftigt haben.
Dieser Punkt kann durchaus auch für die Beurteilung, welche Therapieform für einen bestimmten Patienten in Frage kommen kann, eine wichtige Rolle spielen. Denn wären die oben angesprochenen Konstellationen diejenigen Inhalte, die  in der Erleidensform beim Patienten vorliegen, so wäre die homöopathische Therapie die erste Wahl, weil eine Vielzahl von homöopathischen Arzneien diese Themen bestens abdecken. Haben wir dagegen andere Schwerpunkte vorliegen, so kämen vielleicht andere Therapien eher in Betracht. Wenn es sich z.B. um Krebsgeschehen handelte, die auf einen nicht erlebten Neptun zurückzuführen wären, so ist die Homöopathie sicher nicht die erste Wahl und der homöopathische Praktiker kennt sehr gut die Schwierigkeiten, Krebs homöopathisch zu behandeln. Liegen dagegen eher Fieber-, Krampf- oder Lungenaffektionen vor, die auf die Konstellationen MA/SA, MA/UR oder SA/UR zurückgeführt werden können, so ist die Homöopathie die erste Wahl unter allen in Frage kommenden Therapieformen.